Das Dampf-Lokomobil D430 von Wilesco steht in der Tradition jener mobilen Dampfmaschinen, die um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert ein vertrautes Bild auf Höfen und Feldern waren. Solche Lokomobile bildeten damals das Herz vieler landwirtschaftlicher Arbeiten und kamen insbesondere beim Dreschen und Pflügen zum Einsatz. In der Regel wurden sie von Pferden an ihren Einsatzort gezogen, konnten sich jedoch auch aus eigener Kraft fortbewegen und erreichten dabei eine Geschwindigkeit von etwa 3 bis 4 km/h. Die ersten Pferde von Wilesco waren schwarz, die letzten die erhältlich waren, braun.
Das seit 1993 gefertigte Modell orientiert sich eng an diesen historischen Vorbildern und wird bis heute unverändert produziert. Seine Konstruktion ist technisch ausgereift und spiegelt den Stand der damaligen Dampftechnik wider. Die Beheizung erfolgt über Trockenbrennstofftabletten, wie sie für Modell-Dampfmaschinen typisch sind. Der 55 mm starke Messingkessel besitzt eine abgeteilte Rauchkammer zur Kondensatabscheidung, wodurch der Dampf sichtbar und vorbildgerecht aus dem Kamin austritt. Dieser ist mittig gelagert und lässt sich nach hinten abklappen.
Angetrieben wird das Lokomobil von einem feststehenden, doppeltwirkenden Zylinder, der seine Kraft auf zwei Schwungräder mit jeweils 80 mm Durchmesser sowie auf eine Doppelantriebsscheibe überträgt und so den charakteristischen Lauf einer historischen Dampfmaschine vermittelt.

